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Ein Handfilter braucht wenig Platz und macht die Zubereitung gut nachvollziehbar. Du siehst, wie das Wasser durchläuft, und kannst kleine Änderungen ausprobieren. Für den Anfang reichen wenige Handgriffe.
Was du bereitlegst
Du brauchst einen Handfilter mit passendem Papier, eine Tasse oder Kanne, Wasserkocher, Kaffee und möglichst eine Waage. Das Gefäß muss mehr als die geplante Getränkemenge aufnehmen können.
Lass eine kleine Packung für Handfilter mahlen, wenn du noch keine eigene Mühle hast. Eine teure Ausrüstung ist für den ersten Versuch nicht nötig. Bei einer neuen Mühle beginne mit der empfohlenen Filtereinstellung.

Papier einsetzen und vorwärmen
Falte das Papier entsprechend der Form, setze es ein und spüle es mit heißem Wasser. Kontrolliere, ob es ordentlich sitzt. Knicke oder ein umgeklappter Rand können beim Aufgießen stören.
Schütte das Spülwasser weg und gib 15 Gramm Kaffee in den Filter. Verteile es ungefähr eben. Stelle alles auf die Waage und setze sie auf null.

Mit wenig Wasser anfangen
Gieße zunächst genug Wasser auf, um das Kaffeemehl überall zu befeuchten, beispielsweise 30 bis 45 Gramm. Warte ungefähr eine halbe Minute. Wenn der Kaffee dabei aufquillt und blubbert, entweichen Gase.
Für den Anfang eignet sich Wasser ungefähr im Bereich von 92 bis 96 °C. Ohne Temperaturregelung kannst du es nach dem Aufkochen kurz stehen lassen; die tatsächliche Temperatur hängt aber von Wasserkocher und Menge ab.

Langsam fertig aufgießen
Gieße ruhig weiter, bis insgesamt 250 Gramm Wasser aufgegossen sind. Verteile den Strahl über das Kaffeemehl und vermeide langes Gießen nur gegen das Papier. Halte das Vorgehen bei den nächsten Versuchen ähnlich.
Lass den Filter ablaufen und entferne ihn. Rühre die Tasse vorsichtig um. Wenn es sehr lange dauert oder ungewöhnlich schnell geht, notiere das zusammen mit deinem Geschmackseindruck.

Die zweite Tasse gezielt verändern
Ist die Tasse zu dünn, kontrolliere zunächst die abgewogene Kaffeemenge. Passt die Konzentration, aber der Geschmack noch nicht, teste eine kleine Mahlgradänderung. Halte die Mengen dabei gleich.
Eine neue Bohne kann sich anders verhalten. Gib dir deshalb mehr als einen Versuch, bevor du sie beurteilst. Für die ausführlichere Fehlersuche gibt es den Filterkaffee-Ratgeber.

Aufräumen und wiederholen
Entferne Papier und Kaffeesatz, reinige die verwendeten Teile und lass sie trocknen. Verschließe die Kaffeepackung direkt wieder. Ein offener Vorrat verliert unnötig Aroma.
Notiere Sorte, Mengen und Mühleneinstellung. Du brauchst keine lange Bewertung. Ein Satz darüber, was dir an der Tasse gefällt, genügt für den nächsten Vergleich.





